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snapcity.de interviewt
Moonbootica
snapcity.de - KoweSix und Tobitob, wo habt Ihr Euch kennen gelernt und wie kam es zu Eurer Zusammenarbeit?
Moonbootica >> Wir haben uns vor ca. 12 Jahren über einen gemeinsamen Freund, Das Bo, kennengelernt und haben von Anfang an die gleichen musikalischen Vorlieben geteilt.
Eine zusammenarbeit war also nur eine frage der zeit!
snapcity.de - Wie seid ihr auf den legendären Namen „Moonbootica“ gekommen?
Moonbootica >> Die Legende besagt, dass wir etwas angetrunken und immer noch geflasht von unserem ersten gemeinsamen Clubgig im Golden Pudel/ Hamburg, an einem californischen Strand sassen und mit Assoziationen über fantastische Schuhgrössen gespielt haben. Von Moonboots zur Moonbootique. Von da bis Moonbootica war es nicht mehr allzu schwierig!
snapcity.de - Ihr seid ja echte Hamburger Jungs. Wie unterscheidet sich nach eurer Einschätzung die elektronische Szene Hamburgs von der anderer Großstädte?
Moonbootica >> Im grossen und ganzen gar nicht. Viele Leute, die viel machen. Manchmal kommt was dabei raus, manchmal nicht!
snapcity.de - Eure aktuelle Single “June & Mustang 86" findet wieder genauso viel Anklang wie Eure anderen Releases. Habt Ihr Euch mittlerweile schon an den Erfolg gewöhnt den Ihr zwei habt, oder überrascht es Euch doch immer wieder aufs Neue?
Moonbootica >> Weder noch. Richtige Überraschungen sind das nicht, weil wir die tracks vor dem Release selber im Club testen und dann schon einschätzen können, was geht. Rechnen tun wir allerdings nicht damit und freuen uns daher jedesmal wieder von vorne.
snapcity.de - Ihr seid täglich im Studio am Wochenende noch im Club, gibt es auch mal einen Punkt wo ihr nicht mehr könnt?
Moonbootica >> Ja, jetzt gerade. Aber nützt ja eh nix!
snapcity.de - Die Loveparade in Berlin gibt es dieses Jahr nicht, viele Technoclubs stöhnen mangels Gästen. Ist Techno Eurer Meinung out oder vollzieht sich gerade nur ein Wandel in der Szene der elektronischen Musik?
Moonbootica >> Unserer Meinung nach vollzieht sich ständig ein gewisser Wandel. Heute ist dieses hip, morgen etwas anderes. Im Moment ist es halt diese Crossover Geschichte. Das kann sich aber schnell ändern. Gerade im Ausland ist Techno immer noch viel stärker als alle anderen Spielarten elektronischer Musik. Was die Loveparade angeht, glauben wir eher an organisatorische Schwierigkeiten. Wenn sich die Stadt oder das Land, whatever, immer neue Richtlinien und Hürden ausdenkt, um die Durchführung von solchen Veranstaltungen zu erschweren, alle anderen den Kopf in den sand stecken und nur rummeckern, vergeht einem schnell die Lust, sich dafür auch noch den arsch aufzureissen. Können wir gut verstehen...
snapcity.de - Ihr seid ja unter anderem auch richtig groß im Remixgeschäft tätig. Unter anderem wurdet ihr von Panjabi MC ("Mundian To Bach Ke"), Luomo ("Tessio"), Boogie Pimps ("Saltshaker"), Skin ("Faithfullness") oder Client "Here & Now") engagiert. Welche Produktion hat Euch da am meisten Spass gemacht?
Moonbootica >> Jede auf ihre Art gleich viel. Der Reiz liegt definitv in der Andersartigkeit der einzelnen Tracks.
snapcity.de - Auf eurem Label moonbootique releast ihr nicht nur eigene Tracks, sondern auch Sachen anderer Artists, Hauptsache, die Titel gefallen euch. woran erkennt ihr, dass ein Track das gewisse etwas hat?
Moonbootica >> Das ist so ein gefühlsding, ähnlich wie beim Erstkontakt mit einer Frau. Da weißt du doch auch sofort was sache ist. You like it or not!
snapcity.de - Ihr habt früher ja mal HipHop gemacht. Beim HipHop sind ja die Lyrics ganz wichtig, die Vocals beim House sind auch mal knapp und weniger gehaltvoll. Vermisst ihr es, Sprache in der Musik zu benutzen um Inhalte zu vermitteln?
Moonbootica >> Im Moment nicht. Intrumentale Musik drückt sich vielleicht etwas indirekter aus, aber das eigentlich nur auf den ersten Blick. Emotionen sind Emotionen, wie du sie erregst ist eigentlich egal!
snapcity.de - Nach eurem ersten Long-Player „DJ Sounds Good“ wollt ihr ja im Herbst 2005 euer erstes eigenes Artist-Album herausbringen. Könnt ihr uns vorab schon etwas über die brandneuen Tracks des Albums verraten?
Moonbootica >> Nur soviel: es sind 19 Tracks, 17 davon komplett neu. Das Album ist sehr vielschichtig geworden, gerade darüber freuen wir uns am meisten!
snapcity.de - Am Freitag, den 12. August legt Ihr zusammen mit kleinkariert im M1 auf. Was erwartet Ihr von Eurem nächsten Besuch in Benztown? Ist ja schon ne Weile her, dass Ihr hier wart!
Moonbootica >> Nicht weniger als beim letzten mal. Stuttgart ist eine unserer lieblingsstädte, da ziehen wir uns immer warm an!
snapcity.de - Seit kurzem seid ihr auch als Live-Act unterwegs. Was macht dabei den Unterschied zu eurem Sound als DJ-Duo und wer von euch macht genau was an den Geräten?
Moonbootica >> Stimmt nicht ganz. Momentan legen wir immer noch nur auf. Live ist ab Herbst geplant. Wer was machen wird, wird sich zeigen. Der Unterschied zum DJ – ing wird sein, dass wir alles komprimieren werden. Der Druck, den wir sonst in 3 – 4 stunden aufbauen, wird dann in einem Drittel der Zeit rausgeblasen. Das könnte mitunter heftig werden...
snapcity.de - Euer Last-Shout Out?
Moonbootica >> Keep it real is’ geil, alter!
dominik / 01.08.2005
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